Blumen auf Madeira

Pflanzen und Blumen, die Fauna Madeiras

Reiseführer Reiseführer Madeira
Reiseführer Madeira
Rundreisen Rundreisen Madeira
Rundreisen Madeira
Pauschalreisen Pauschalreise Madeira
Pauschalreisen Madeira
Flüge nach Madeira Flug Madeira
Charterflüge nach Madeira
Mietwagen Madeira Mietwagen Madeira
Mietwagen Madeira


Madeira – die portugiesische Insel im Atlantik – hat einige Beinamen. So unter anderem Blumeninsel oder schwimmender Garten im Atlantik.

Madeira liegt mitten im Golfstrom – das ist auch der Grund, dass hier so gut wie alles wächst, was man irgendwann einmal mitgebracht hat.

Madeira hat eine Vielfalt an Blumen, wie man sie nirgends sonst findet. Wobei das Unglaubliche ist, daß die wenigsten Blumen und Pflanzen im Ursprung von hier stammen.

Die meisten sind zum einen von den portugiesischen Seefahrern, aber auch von Besuchern importiert worden.
Schon im 16. Jahrhundert brachten sie die ersten hier bis dahin fremden Pflanzen mit.

Als die Portugiesen damals diese Insel entdeckten, gab es hier natürlich schon üppige Vegetation – dichte Wälder gaben Madeira damals schon den Namen Insel des Waldes.
Auch große Fenchelfelder wurden angetroffen.

Im Norden der Insel Madeira gibt es vor allem den Naturwald – den Laurissilva. Dieser Wald besteht vor allem aus Lorbeerbäumen und nirgendwo auf der Welt ist er so dicht und groß wie hier.

Er steht, wie viele andere Gebiete auch auf Madeira, unter einem besonderen Naturschutz und wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erhoben.

Aber kommen wir zu den Blumen auf Madeira.

Überall auf der Insel gibt es dichte Blütenteppiche, es grünt und blüht das ganze Jahr und der Beiname Blumeninsel ist mehr als zu Recht gegeben. Ganz besonders bedeutend ist die Landschaft zwischen 700 und 1200 m Höhe. Hier fällt der meiste Regen und hier gedeiht und blüht der Urwald Madeiras.

Zwischen den Lorbeerbäumen finden wir die Baumheide. Sie kann bis zu 14 m hoch werden und zusammen mit der Madeirazeder – eine Wachholderart – wächst sie bis hoch zu den Gipfeln.

Sehr viele der hier üppig blühenden Pflanzen kommen nicht ursprünglich von Madeira, sondern – wie schon erwähnt – wurden sie von den Siedlern aus Afrika, Asien und Südamerika eingeführt.

Um mehr über die einheimischen Pflanzen zu erfahren, sollten Sie unbedingt den Jardim Botanico in der Nähe von Funchal besuchen. Das ist der wundervolle Botanische Garten mit altem Baumbestand und vor allem den endemischen Pflanzen von Madeira.

Zu diesen ursprünglichen Pflanzen gehören die Madeira Stechpalme, Perado, Gänsedistel, Wucherblume, Piorno (eine Akazienart), Strohblume, Madeira-Schöterich, Storchschnabel und einige Orchideenarten.

Sehr selten, auch hier auf Madeira, ist das Madeira-Knabenkraut.
Auch eine große Anzahl verschiedener Korbblütler und Wolfsmilchgewächse, die Madeira -Glockenheide (ähnlich der Erica), Madeira Augentrost und Madeira Veilchen gehören zu den endemischen Arten.

Mittlerweile – auch wenn nicht im Ursprung von hier – gehören viele wunderschöne für uns exotische Blumen ganz fest zu Madeira.



Strelitzien und Hortensien, Afrikanische Liebesblumen und Kaplilien gehören dazu. Die wundervollen Blüten sind einfach atemberaubend schön.

Sie kennen sicher den Weihnachtsstern, die Blume die wir uns um die Weihnachtszeit als Einzelstück in die Wohnung holen.
Hier wächst sie gleich Felder weise wild. Sie kommt ursprünglich aus Südamerika, hat sich aber hier auf Madeira sehr gut eingelebt. 1804 wurde sie von Alexander Humboldt nach Europa gebracht.

Die Strelitzien, deren Blüten aussehen wie ein Paradiesvogel, wurden erst im 18. Jahrhundert vom Kap der Guten Hoffnung nach Europa und damit auch nach Madeira gebracht.

Ein mittlerweile heimischer Gast aus Australien ist die Silber-Akazie. Oft trifft man sie an den Levadas und in der Blütesaison März/April erfüllt ihr Duft die Luft.

Weiße Ackerlilien verschönern die Wegränder, an den Wasserfällen gibt es eine Menge Fleißiger Lieschen und Fingerhut. Zusammen mit den Hortensien und Prachtlilien und den weiß-blauen Agapanthus bilden sie einen dichten Teppich.

Ganz besonders schön ist die Schwanenhals-Agave. Sie stammt aus Mexiko.

Wenn die Agave ihr Alter erreicht hat, bildet sich eine bis zu 4 Meter lange Blüte. Rund 2 m wächst sie in die Höhe und wird dann – durch das Gewicht der vielen aneinandergereihten kleinen Einzelblüten – nach unten gezogen. Das ganze hat dann wirklich den Effekt eines stolz gebogenen Schwanhalses.

Nach dem Verblühen stirbt die Pflanze dann ab. Aber keine Angst, vorher hat sie eine Menge Ableger gebildet.

Aus Afrika stammt die Baumaloe – eine Heilpflanze. Wir kennen sie hier auch, allerdings wird es wohl noch niemandem gelungen sein, seine Baumaloe zum blühen zu bringen. Hier wachsen aus den älteren Pflanzen bezaubernde rote Blütenkerzen.

Zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört der ursprünglich südamerikanische Korallenstrauch mit seinen großen, tiefroten Blüten.

Unter sehr strengem Schutz steht die Orchideenart Frauenschuh oder Gelber Frauenschuh, und zwar nicht nur auf Madeira.

Eine weitere der unzähligen Blumenarten hier auf der Insel ist die Kamelie. Sie gehört zu den Teestrauchgewächsen aus Ostasien ohne selbst eine echte Teepflanze zu sein. So wurde sie im 16. Jahrhundert von Portugiesen mitgebracht in der Annahme, man habe damit die Möglichkeit eigenen Tee anzupflanzen. Das stellte sich als Irrtum heraus. Die Pflanze blieb und erfreut uns heute noch.

Die verschiedenen OrchideenbäumeBauhinia galpinii (rot), Bauhinia tomentosa (gelb), Bauhinia variegata (weiß) – stammen allesamt ursprünglich aus Afrika.

Es gab eine Zeit, da gab es überall in unseren Häusern eine bestimmte Zimmerpflanze – die Calla.
Eine sehr elegante und schöne Pflanze.
Aber eine einzelne Pflanze, relativ klein, ist nichts gegen die riesigen wunderschönen Calla Stauden auf Madeira. Ihr Ursprung liegt in Afrika. Sie blühen vom Frühjahr bis zum Herbst.

Man kann es nicht beschreiben, man muss es einfach gesehen haben – diese Vielfalt der Blüten. Lassen Sie sich verzaubern, besuchen Sie diese blühende Insel – es ist einfach überwältigend.