Wandern auf Madeira

Ein Bericht über einen erlebnisreichen Wanderurlaub auf Madeira

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Ein Fernsehbericht hat mich neugierig gemacht auf die portugiesische Insel Madeira. Die Nähe zu Afrika und die abwechslungsreiche Landschaft haben mich begeistert und so entstanden die ersten Urlaubspläne gemeinsam mit Freunden.

Da man bei einer Pauschalreise nicht so viele Möglichkeiten hat Land und Leute kennen zu lernen, haben wir uns für eine Individualreise entschlossen. Wir hatten uns letztendlich dazu entschlossen Madeira mit Rucksack und Campingausrüstung zu Fuß zu erkunden.

Auf unserer Informationssuche im Internet wurden wir schnell fündig und stießen auf Reiseberichte von Urlaubern, die ebenfalls einen Wanderurlaub auf Madeira verbracht hatten, und diesen anschließend ausführlich beschrieben haben.

Wichtige Informationen über eine Lizenz von der lokalen Regierung, die man zum Campen benötigt, haben wir diesem Reisebericht entnommen. Wir waren erleichtert, als wir erfuhren, dass die notwendige Lizenz mit einer Kopie des Personalausweises in einem offiziellen Schreiben erteilt wird. Es ist sehr wichtig sich vorher gründlich zu informieren um solchen kleinen Hürden aus dem Weg gehen zu können.
Auf unseren Wanderungen haben wir verschiedene Orte und Regionen der wunderbaren Insel Madeira erkundet.

Eine unserer Wandertouren war die so genannte Königstour, die uns zwischen verschiedenen Berggipfeln entlang führte. Der Aufstieg bis zum Pico do Areeiro beginnt an einer Straße nach der man auf ungefähr 1.800 m Höhe ein tolles Restaurant hoch oben auf dem Gipfel erreicht.

Wir hatten zwar Proviant dabei, doch dieses einzigartige Restaurant in einer so besonderen Lage war einen Besuch wert und wir konnten uns hier nach einem schönen Aufstieg stärken.

Danach ging es weiter bis hoch zum Pico Ruivo. Die Beschreibung dieser Wanderroute, die wir im Internet gefunden hatten, war sehr hilfreich und genau. Wir wanderten zum Teil auf steinigen Pfaden und an einigen Stellen waren nur notdürftige Sicherungen vorhanden. Auf dieser Strecke gibt es einige Tunnel, bei deren Durchschreitung man eine Taschenlampe benötigt, die wir Gott sei Dank auch eingepackt hatten.

Bei der Königstour wurden wir schon ganz schön gefordert und brauchten unsere gute Kondition. Die körperliche Anstrengung lohnt sich allemal und man wird mit der schönen Landschaft rundherum belohnt. Auf dem Pico Ruivo angekommen, fanden wir einen schönen Platz um unser Zelt aufzubauen. Als Gesellschaft hatten wir ein paar neugierige Bergziegen.

Was für ein Traum! Die Wolken zogen unter uns vorbei und hier oben konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Um diesen wunderbaren Tag ausklingen zu lassen, genossen wir einen herrlichen Wein, der uns in einer Hütte, die wir entdeckt hatten, angeboten wurde.

Urlaub heißt ja für viele ausschlafen, aber wir hatten gelesen dass ein Sonnenaufgang in den Bergen mindestens genauso beeindruckend ist wie ein Sonnenuntergang.

Also nicht ausschlafen, sondern morgens früh um sechs hoch oben auf dem Gipfel sein.

Und es hat sich gelohnt! Die Sonne stieg am Horizont hoch – sie erschien uns riesig groß und ließ uns Stadtkinder in Aaaaah und Ohhh Rufe ausbrechen.
Der nächste Weg, den wir uns ausgesucht hatten, führte teils nördlich und teils südlich zum Encumeada-Pass. Die Wolken wechselten von links nach rechts und zwischendurch gab es traumhafte Blicke auf die Küste der Insel. Nach einigen Stunden waren wir dann oben auf dem Pass angekommen. Wir machten hier eine ausgiebige Pause, genossen den Ausblick und plünderten unseren Proviant, bevor wir dann noch ein Stück weiter zogen, um den Campingplatz zu erreichen.

Der Weg führte uns an einer Levada vorbei. Eine Levada ist ein künstlich angelegter Wasserweg, der dafür sorgt, dass im niederschlagsarmen Süden genügend Wasser vorhanden ist. Wanderwege führen oft an Levadas vorbei, auch in Form von Treppenwegen.

Es gab noch recht abenteuerliche Erlebnisse auf unseren Wanderungen.

Da war beispielsweise die Durchquerung eines recht langen und vor allem engen Tunnels, die uns allen etwas unheimlich erschien. Zusätzlich war der Untergrund recht schlammig.

Trotzdem war es ein tolles Erlebnis und am Ende des Tunnels erwartete uns ein Wasserfall. Hier machten wir uns dann erst einmal frisch und säuberten die mit Schlamm verschmierten Wanderstiefel.

Übrigens, finden Sie einige Wasserfälle im Felsenkessel Cascalho Hier haben wir dann auch eine ausgiebige Rast eingelegt und die beeindruckenden Wasserfälle in uns aufgenommen.

Und wenn unsere Trinkflaschen einmal leer waren, war das auch kein Problem. Das Wasser aus den Levadas kann man trinken und die Flaschen für den weiteren Weg füllen. Da wir und dessen bereits vor Antritt der Wanderung bewusst waren, haben wir uns mit Brause-Vitamintabletten ausgerüstet, die wir mit dem Trinkwasser aufnehmen konnten.
Insgesamt sind wir 10 Tage unterwegs gewesen.

Unsere Endstation war Funchal. Hier haben wir dann noch 2 Tage in einem Hotel eingecheckt und uns die Stadt angesehen.

Es hat schon was an sich wenn man nach ein paar Tagen im Zelt auf manchmal etwas spartanischen Campingplätzen wieder ein richtiges Bett und eine heiße Dusche genießen kann!

Diese Wandertour durch die Insel Madeira war ein einmaliges Erlebnis. So lernt man die Menschen kennen, so sieht man viel von der wunderbaren Natur und am Ende fühlt man sich voll von neuen Energien.

Es ist nur zu empfehlen und wir werden es mit Sicherheit noch einmal machen, vielleicht auch woanders.